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Extensionsbehandlungen der Halswirbelsäule und Lendenwirbelsäule

Der Begriff „Extension“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „Auseinanderziehen“. Die Extensionsbehandlung ist eigentlich ein Sammelbegriff für verschiedene Methoden, bei denen die Muskeln und Gelenke der Patienten mit Kraft auseinandergezogen, gestreckt und gedehnt werden.

Extensionsbehandlung – Ziehen, Strecken, Dehnen

Bei der Extensionsbehandlung sollen Muskeln und Gelenke intensiv auseinandergezogen und gedehnt werden. Das Ziel ist eine Verbesserung der Beweglichkeit oder das Beseitigen chronischer Schmerzen, kann aber auch eine Mobilisierung nach Krankheiten oder Operationen sein. Die Extensionsbehandlung wird von den Krankenkassen bezahlt. Eine Behandlung dauert etwa zehn bis zwanzig Minuten. Meistens wird eine ganze Reihe von Behandlungen vom Arzt verschrieben.

Extensionsbehandlungen der Halswirbelsäule und LendenwirbelsäuleExtensionsbehandlung – perfekte Vorbereitung auf andere Therapien

Die Extensionsbehandlung wird in den meisten Fällen mit einer anderen Therapie kombiniert. Sie soll für eine Entlastung der Gelenke, Bandscheiben und Nervenbahnen sorgen und Muskeln und Gelenke lockern und dehnen. Nach erfolgter Extensionsbehandlung soll die Wirbelsäule gut auf folgende Therapiemaßnahmen wie Übungen oder Massagen vorbereitet sein, so dass diese besser wirken können sollen.

Extensionsbehandlung mit dem Schlingentisch

Der sogenannte Schlingentisch kommt in der Extensionsbehandlung häufig zum Einsatz. Der Schlingentisch ist meistens an der Decke befestigt. An ihm hängen Schlingen, in die der Patient gelegt wird. Sie liegen um den Ober- und Unterkörper und um die Schulter. Der Patient wird an den Schlingen gewissermaßen aufgehängt und dadurch von seinem eigenen Körpergewicht entlastet. Wirbel und Gelenke können während der Behandlung gestreckt werden. Der Schlingentisch kann von der Höhe her individuell an den Patienten angepasst werden. Vorsicht ist jedoch bei Bandscheibenschäden geboten – hier kann das Auseinanderziehen zu intensiv sein.

Extensionsbehandlung durch manuelle Therapie

Physiotherapeuten, die eine spezielle Ausbildung in manueller Therapie absolviert haben, können durch gezielte Handgriffe Zugkraft auf den Körper des Patienten ausüben. Dadurch sollen Hals- oder Lendenwirbelsäule aber auch die Hüftgelenke gestreckt werden können. Die manuelle Therapie kann je nach Krankheitsbild im Stehen, Sitzen oder Liegen durchgeführt werden.

Extensionsbehandlung mit einer Extensionsliege oder einem Extensionstisch

Die Extensionsliege ist computergesteuert und soll deshalb eine besonders gezielte und wirkungsvolle Behandlung bieten, gleichzeitig aber sehr sanft sein. Die Streckungen und Dehnungen und das Auseinanderziehen werden automatisch ausgeführt. Die Behandlung soll angenehm sein und eine Überlastung des Patienten verhindern. Weitere Auflagen können der Liege hinzugefügt werden, etwa für die Halswirbelsäule oder den Beckenbereich. Die automatische Steuerung der Liege und das bequeme Liegen sollen eine weitgehende Schonung der Wirbel und Bandscheiben ermöglichen. Deshalb soll die Extensionsliege auch für Patienten mit Bandscheibenproblemen geeignet sein.

Extensionsbehandlung – wofür sie geeignet sein soll

Eine Extensionsbehandlung verspricht Hilfe bei chronischen Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Schulterschmerzen und Nackenschmerzen, Arthrose, Gelenkverschleiß, Bandscheibenvorfällen und nach Hüftgelenks-Operationen. Die Therapie soll individuell an den Patienten angepasst werden.

Extensionsbehandlung – wann sie nicht zu empfehlen ist

Patienten mit akutem Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss sollten sich nicht einer Extensionsbehandlung unterziehen. In diesen Fällen sollte die Extensionsbehandlung mehr schaden als nützen können. Speziell Patienten mit Bandscheibenproblemen sollten vor einer Extensionsbehandlung einen Arzt befragen und gegebenenfalls auf die sanfte Extensionsliege als Mittel der Behandlung zurückgreifen.


Fotonachweis / Copyright: Kollektion und Urheberrecht:Valueline, Keith Brofsky




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