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Ganzheitliche Massage gegen Muskelverspannungen, Stress und Schmerzen

Die Ganzheitliche Massage ist mehr als ein schlichtes Durchkneten der Muskulatur. Es geht um heilsame Berührungen, die den Mensch als Ganzes sehen und nicht nur ein Symptom oder eine Beschwerde behandeln.

Der Begriff Massage kommt aus dem Arabischen مس von „berühren, betasten“ oder aus dem Griechischen μάσσω „kauen, kneten“. Diese zwei verschiedenen Bedeutungen veranschaulichen die unterschiedlichen Anwendungsgebiete von Massagen. Zum einen werden sie eingesetzt, um Verletzungen, die zum Beispiel vom Sport entstanden sind, zu behandeln. Zum anderen dienen sie dem allgemeinen Wohlbefinden.

Die Anwendung von Massagen zur Heilung hat ihren Ursprung sehr wahrscheinlich im Osten Afrikas und in Asien. Die ersten Erwähnungen finden sich bei den Chinesen, wo bereits 2.600 vor Christus Massagehandgriffe beschrieben werden. Frühe Nachweise für Massagen in Verbindung mit Kräutern und Ölen gibt es auch in der indischen Gesundheitslehre Ayurveda.

Ganzheitliche Massage gegen Muskelverspannungen, Stress und SchmerzenDie Haut hat eine zentrale Rolle bei der Massage

Der direkte Hautkontakt zeichnet eine Massage gegenüber allen anderen Körpertherapien aus, die häufig keine oder nur wenig Hautberührung verwenden. Die Haut ist mit 1,6 Quadratmetern Fläche unser flächigstes Organ. Die menschliche Haut wiegt etwa 3,5 Kilogramm und ist mit ungefähr fünf Millionen winzigen Nervenenden besetzt. Diese Nervenenden dienen als Berührungsempfänger und liefern uns wichtige Informationen. Durch sie erfahren wir, ob unsere Umgebung kalt, heiß, spitz, weich oder zum Beispiel angenehm ist. Alle 28 Tage erneuert sich die oberste Hautschicht komplett.

Durch die Beziehung einzelner Hautzonen zu bestimmten Organen (sogenannter Reflexbogen) wirke sich eine Massage auch positiv auf die inneren Organe aus, sagen Experten. Dies spüre man während einer sogenannten Ganzheitlichen Massage zum Beispiel dann, wenn der Bauch zu gluckern anfange. Das sei ein Zeichen für die einsetzende Aktivität des Verdauungs- und Darmtraktes, die durch die entspannende Wirkung der Massage in Gang käme.

Teilmassagen und Ganzkörpermassagen: Schmerzen durch Massieren?

Wenn nur ein bestimmtes Körpergebiet, zum Beispiel der Rücken, ein Arm oder ein Fuß massiert wird, spricht man von einer Teilmassage. Diese wird oft bei den medizinischen Kurzmassagen angewendet, bei denen nur knapp 15 Minuten Behandlungszeit zur Verfügung stehen. Aus diesem Zeitgrund widmet man sich während der Teilmassage nur den auffälligsten Problemzonen wie einer schmerzenden Schulter. Die medizinische Massage arbeitet in der Regel mit schnellen, festen Grifftechniken, um in der kurzen Behandlungszeit eine Wirkung zu erzielen. Damit wird beim Patienten häufig Schmerz verursacht, worauf der gesunde Körper oft mit einem Zusammenziehen der Muskulatur reagiert. Dies hebt jedoch einen großen Teil der beabsichtigten Massagewirkung auf.

Deswegen versucht die moderne Ganzheitliche Massagetherapie mit dem Druck und Tempo der Behandlung immer unterhalb der individuellen Schmerzgrenze im Wohlfühlbereich zu bleiben. So kann bei der Ganzheitlichen Massage eine Tiefenwirkung ohne Schmerz erreicht werden.

Wirkungen von Massagen

Massagen werden aus ganz unterschiedlichen Ansätzen angewendet. Manche Wirkungen lassen sich direkt nachvollziehen. Dazu gehört die lokale Steigerung der Durchblutung, was man an der Hautrötung nach der Massage sehen kann. Die Entspannung von Muskulatur, Haut und Bindegewebe kann man nicht sehen, allerdings berichten Patienten häufig davon.

Auch eine psychische Entspannung und gleichzeitige Reduktion von Stress wird häufig bemerkt.

Einige Wirkungen, die Massagen nachgesagt werden, sind nicht so leicht nachzuvollziehen oder zu beweisen. Dazu gehört die Verbesserung des Zellstoffwechsels im Gewebe und die Wundheilung, die Beeinflussung des vegetativen Nervensystems, das Lösen von Verklebungen und Narben im Gewebe oder das Einwirken auf innere Organe über sogenannte Reflexbögen.

Wann ist Ganzheitliche Massage sinnvoll?

Die Ganzheitliche Massage hilft bei allen Schmerzen am Bewegungsapparat, die nicht organisch verursacht sind, versprechen Experten. Besonders bei Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich mit allen daraus resultierenden Schmerzen soll eine Ganzheitliche Massage sinnvoll sein. Auch Fastenkuren werden durch die Ganzkörpermassage unterstützt, da die Anregung des sogenannten lymphatischen Systems entschlackend und entgiftend wirke. Auch bei Kopfschmerzen und Migräne könne die Ganzheitliche Massage helfen, da Stress abgebaut werde, sagt man.


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