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Physiotherapie - Quarkwickel & Quarkpackungen helfen bei:

  • Arthritis
  • Blutergüssen
  • Mastitis (Brustentzündung)
  • Muskelquetschungen
  • Prellungen
  • Schwellungen
  • Verstauchungen
  • Zerrungen

Alles Quark: Quarkpackungen und Quarkwickel

Nicht nur in der Küche erfreut sich Quark hierzulande großer Beliebtheit – auch als medizinisches Hausmittel in Form von Packungen oder Wickeln wird das Milchprodukt zum Kühlen und zur Schmerzlinderung genutzt.

Quarkwickel – wogegen sie helfen sollen

Grundsätzlich gilt Quark, wenn er als medizinischer Wirkstoff verwendet wird, also äußerlich aufgetragen, als entzündungshemmend, kühlend und abschwellend. Das Spektrum der Beschwerden, bei denen Quark Linderung verschaffen soll, ist weit. Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen gehören ebenso dazu wie Muskelquetschungen und Schwellungen. Bei Blutergüssen (Hämatomen) soll Quark ebenso wohltuend wirken wie bei Gelenkentzündungen (Arthritis) und Venenentzündungen. Stillenden Frauen, die an einer schmerzenden Mastitis (Brustentzündung) leiden, werden häufig ebenfalls Quarkwickel empfohlen. Auch bei Halsschmerzen und Heiserkeit bis hin zur Bronchitis finden Quarkwickel Anwendung.

Ob Quarkwickel jedoch bei Sonnenbrand angezeigt sind, ist umstritten. Während einige Anwender glauben, der kühlende Effekt des Quarks sei hilfreich, sind Fachleute strikt gegen Quarkwickel im Falle von Verbrennungen.

Alles Quark: Quarkpackungen und QuarkwickelQuarkpackungen – wann man sie lieber nicht verwenden sollte

Bei Verbrennungen und starken Sonnenbränden sowie bei Entzündungen der Haut oder offenen Wunden sollten nach Ansicht von medizinischen Fachleuten keine Quarkwickel oder Quarkpackungen verwendet werden. Grund: Die im Quark enthaltenen Milchsäurebakterien sollen eine vorhandene Entzündung eher noch verschlimmern und Keimen einen idealen Nährboden bieten.

Quarkwickel – So funktionieren sie

Von der im Quark enthaltenen Milchsäure öffnen sich beim Auflegen einer Quarkpackung die Hautporen. Die Milchsäure kann deshalb in das Gewebe eindringen. Dort bewirkt sie eine leichte Reizung und damit einhergehend eine stärkere Durchblutung in diesem Bereich. Die Entzündungsstoffe sollen durch das saure Milieu der Milchsäure in den Quark abgeleitet, dort gebunden und aus dem Gewebe gezogen werden. Der Quarkwickel soll durch die im Quark enthaltene Feuchtigkeit und die Kälte und die damit verbundene Herabsetzung der Gewebetemperatur abschwellend und schmerzlindernd wirken. Weil der Quark längere Zeit kühl bleibt und die Wärme des Körpers nicht so schnell annimmt, wird er als besonders geeignet für kühlende Wickel angesehen.

Quarkpackungen – so werden sie angewendet

Ob man Magerquark mit 1,5 Prozent Fett oder fettreichere Varianten für die Quarkpackungen verwendet, soll für die Wirkung keine Rolle spielen. Die Hauptsache ist, dass der Quark vor der Anwendung gut gekühlt wird. Der Quark soll etwa fingerdick auf ein sauberes Tuch (gut sollen sich Küchenhandtücher eignen) aufgetragen werden. Die Quarkseite wird auf die betroffene Körperstelle gelegt, so dass der Quark direkten Kontakt mit der Haut hat. Es kann bei Bedarf ein weiteres trockenes Tuch über den Wickel oder die Packung gelegt werden. Der kühlende Effekt kann beliebig lange genutzt werden. Der Quarkwickel kann auf dem Körper gelassen werden, bis er anfängt, bröckelig zu werden. Reicht die Kühlung noch nicht aus, können weitere Quarkwickel oder Packungen aufgelegt werden. Ist der Quark eingetrocknet, empfiehlt es sich, diesen unter der Dusche oder mit einem feuchten Waschlappen wieder abzuwaschen. Im Handel sind mittlerweile gebrauchsfertige Quarkpackungen erhältlich, die eine leichte und saubere Anwendung versprechen. Ein Griff in den heimischen Kühlschrank tut es aber genauso gut und ist im Zweifel günstiger.



Fotonachweis / Copyright: Kollektion und Urheberrecht:Stockbyte, Paul Tearle




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