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Physiotherapie - Periostmassage hilft bei:

Schmerzbehandlung mit der Periostmassage/Knochenhautmassage

Die Periostmassage (auch "Knochenhautmassage" genannt) zählt zu den Reflexzonenmassagen. Bei der Periostmassage wird ein starker, direkter Druck auf die Knochenhaut (Periost) ausgeübt, um Schmerzen zu lindern. Die darüber liegende Muskulatur werde dabei nicht beeinflusst, heißt es.

Die Periostmassage oder auch Knochenhautmassage dient der Schmerzbehandlung. Der Technik nach ist es eine punktförmige, rhythmisch ausgeführte Druckmassage, die auf dem Periost geeigneter Knochenflächen ausgeführt wird. Die Massage wirke unmittelbar am Ort ihrer Anwendung durchblutungsanregend.

Schmerzbehandlung mit der Periostmassage oder KnochenhautmassageEntwicklung und Verbreitung der Periostmassage

Vermutlich ist die Periostmassage aus den indischen Massagetechniken entstanden. Seit circa 1928 liegen klinische Erfahrungen zu der Periostbehandlung vor. Die Behandlungsweise wurde ab 1939 an der Massage- beziehungsweise Krankengymnastikschule der Berliner Universität gelehrt und in den Unterrichtsplan zahlreicher Schulen für Krankengymnastik, Massage und Physiotherapie aufgenommen. Gut zu wissen: In den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts lernten noch alle Physiotherapeuten die Periostmassage in der Ausbildung.

Heute ist die Periostmassage nicht sehr weit verbreitet. Zum einen ist die Periostmassage, insbesondere zu Beginn der Behandlung, recht schmerzhaft. Zum anderen darf diese Massage nur von ausgebildeten Fachkräften ausgeführt werden, da sonst Verletzungen drohen.

Periost, Knochenhaut - was ist das?

Als Knochenhaut, medizinischer Fachbergriff: Periost, wird die den Knochen bedeckende Hülle bezeichnet. Die Knochenhaut umgibt den Knochen mit Ausnahme der Gelenkflächen und wird aus einer faserigen Bindegewebsschicht gebildet, die dem Knochen fest anliegt. Sie besteht aus einer äußeren Kollagenschicht mit elastischen Fasern sowie einer inneren Schicht, die Nerven und Blutgefäße enthält. Aufgrund ihres Aufbaus ist die Knochenhaut - im Gegensatz zum Knochen selbst - sehr schmerzempfindlich.

Wirkung der Knochenhautmassage

Die Periostmassage soll eine heilende Wirkung auf die Knochenhaut haben. Vor allem soll die Massage schmerzlindernd wirken. Vermutlich wird diese Reaktion durch die Ausschüttung von Endorphinen an der gereizten Knochenhaut hervorgerufen. Außerdem bestehe die Wirkung der Methode in der Anregung der örtlichen Durchblutung und der Zellregeneration sowie in der reflektorischen Beeinflussung von Organen, die mit den behandelten Periostflächen nervlich verbunden sind. Besonders häufig werde die Massage an dem Brustbein angewendet. Dies soll eine positive Wirkung auf die Tätigkeit des Herzens und die Atmung haben.

Anwendung der Periostmassage

Die Knochenhautmassage könne laut anwendenden Physiotherapeuten sehr erfolgreich zur Schmerzbehandlung bei Arthrosen, Fibromyalgien (Faser-Muskel-Schmerz) oder Rückenleiden eingesetzt werden. Über die reflektorische Wirkung auf die inneren Organe lassen sich demnach auch Beschwerden der Blase oder des Verdauungstraktes behandeln. Die Therapie wird von vielen Krankenkassen anerkannt und die Kosten werden erstattet.

Die Periostmassage dürfe wegen des hohen Druckes, den der Therapeut auf den Körper des Patienten ausübe, nicht bei Tumoren angewendet werden, da dies sonst zu einem erhöhten Wachstum führen könnte. Auch bei Osteoporose oder der Einnahme gerinnungshemmender Mittel  ist von der Behandlung abzuraten.



Fotonachweis / Copyright: Kollektion und Urheberrecht:Stockbyte ; George Doyle

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