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Physiotherapie - bei Rheuma hilft:

Rheuma - Symptome, Ursachen, typische Krankheitsbilder

Der Begriff Rheuma ist dem Altgriechischen "rheo" ("ich fließe") entlehnt und beschreibt einen "fließenden, ziehenden, reißenden" Schmerz – die typischste gemeinsame Beschwerde rheumatischer Erkrankungen.

Darüber hinaus treten bei Rheuma häufig Einschränkungen in der Beweglichkeit und Funktionalität betroffener Körperteile auf.

Rheuma – eine allgemeine Bezeichnung für mehr als 450 Erkrankungen von Skelett, Muskeln, Bindegewebe & Co.

Mit der recht allgemeinen Bezeichnung Rheuma fasst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Vielzahl von Krankheiten des menschlichen Bewegungsapparates und seiner Stützelemente, also der Knochen, der Gelenke, der Gelenkkapseln, der Muskeln und der Sehnen, zusammen. Fachlich korrekt heißen die rheumatischen Krankheiten: „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“.
Experten unterscheiden vier große Hauptgruppen rheumatischer Erkrankungen:

  • A: autoimmunbedingte entzündlich-rheumatische Erkrankungen
  • B: degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen
  • C: Weichteilrheumatismus
  • D: Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden

Da auch das Bindegewebe von Rheuma beeinträchtigt wird und es der Stütze unseres Körpers dient und es nahezu überall im Körper zu finden ist, kann eine entzündlich-rheumatische Erkrankung auch andere Körperteile wie Organe betreffen. Nach heutigen Erkenntnissen zählen zu der Gruppe der Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes bis zu 450 teils sehr unterschiedliche Erkrankungen, die sich in Verlauf, Beschwerden und Therapien unterscheiden. Typische Krankheitsbilder, die mit rheumatischen Beschwerden einhergehen, sind laut Wikipedia:

A. entzündlich-rheumatische Erkrankungen:

  • Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis)
  • Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)
  • Psoriasis-Arthritis
  • Reaktive Arthritis
  • Juvenile idiopathische Arthritis
  • Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen) und Vaskulitiden (entzündliche Gefäßerkrankungen) wie:
  1. Lupus erythematodes
  2. Sklerodermie
  3. Sjögren-Syndrom
  4. Polymyositis und Dermatomyositis
  5. Mischkollagenose
  • Wegener-Granulomatose (Morbus Wegener)
  • Vaskulitiden

B. degenerative, also von Verschleiß bedingte rheumatische Erkrankungen:

C. Stoffwechselstörungen, die von rheumatischen Beschwerden begleitet werden:

  • Gicht und andere Kristallablagerungskrankheiten
  • Osteoporose
  • Hämochromatose (Eisenstoffwechselstörung)

D. rheumatische Erkrankungen der Weichteile:

  • Polymyalgia rheumatica (entzündlicher Weichteilrheumatismus)
  • Polymyositis (Entzündung des Muskelgewebes)
  • Fibromyalgie

Rheuma – eine Volkskrankheit

Gut zu wissen und entgegen verbreiteter Annahmen: Rheumatische Erkrankungen treten weder alters- noch geschlechtsspezifisch auf, sowohl Kinder, als auch junge und ältere Erwachsene sind betroffen. Neun Millionen Deutsche sollen an rheumatischen Erkrankungen leiden. Laut einer Information der Rheuma-Liga gingen „in 2006 rund 26.500 Menschen in Deutschland vorzeitig in Rente (16,7 Prozent aller Berentungen), weil sie wegen einer muskuloskelettalen Erkrankung nicht mehr in der Lage waren, zu arbeiten. Davon waren vier Prozent Arthrosebetroffene. Rund ein Prozent litt an entzündlichen Gelenkerkrankungen.“

Rheuma – die Symptome

Von rheumatischen Krankheiten Betroffene klagen vor allem über die oben bereits genannten "namensgebenden" ziehenden, reißendenn oder fließende Schmerzen. Weitere klassische Symptome sind Morgensteifigkeit der Gelenke, sowie schmerzhafte Entzündungen der Gelenke. Dem können aber je nach konkretem Krankheitsbild lange vorher schon andere, recht unspezifische Beschwerden vorausgehen. Bei rheumatoider Arthritis – der am häufigsten diagnostizierten rheumatischen Erkrankung - beispielsweise Müdigkeit, fehlender Appetit und damit bedingt ein Gewichtsverlust. Auch leichtes Fieber bemerken Patienten.

Rheuma - die Ursachen sind unklar

Bis heute sind die Ursachen für die Entsteheung rheumatisher Erkrankungen weitgehend unklar. Insbesondere bei autoimmunbedingtem Rheuma weiß man meist nicht, warum das Immunsystem gestört wird und der Körper daraufhin eigene Bausteine wie die Innenhaut von Gelenken "angreift" und somit Beschwerden und Schmerzen verursacht. Manches deutet auf vererbte Neigung, anderes auf geschlechtsspezifische Ausprägung.

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