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Physiotherapie - bei Fibromyalgie hilft:

Fibromyalgie - Schmerzen im ganzen Körper

Die Fibromyalgie ist eine Krankheit, bei der es zu Schmerzen im gesamten Körper kommt, ohne dass es eine zugrunde liegende Erkrankung (sogenannte Grunderkrankung) gibt. Es kommt zu einer schmerzhaften, nicht entzündlichen Erkrankung der Muskulatur, des Bindegewebes und des vegetativen Nervensystems. Betroffen ist davon der ganze Körper.

Zu den chronischen Schmerzen der Fibromyalgie kommen häufig noch weitere Symptome wie Erschöpfung, Schlafstörungen und Gliedersteife. Es sind vor allem Frauen ab dem 30. Lebensjahr von Fibromyalgie betroffen.

Fibromyalgie - Schmerzen im ganzen KörperFibromyalgie: Die Symptome

Die Symptome der Fibromyalgie sind sehr vielzählig, da sie sich aus Beschwerden am gesamten Bewegungsapparat und zusätzlichen Symptomen des vegetativen Nervensystems und der Psyche zusammensetzen. Das häufigste Symptom ist chronischer Schmerz an mehreren Regionen des Bewegungsapparates. Besonders häufig sind hier Schultern, Nacken, Wirbelsäule sowie die Gelenke der Beine und Arme betroffen.

Weitere Symptome einer Fibromyalgie können sein:



  • Kopfschmerzen
  • anhaltende Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Kreislaufbeschwerden
  • nervöse Extremitäten (sogenannte Restless Legs)
  • Atembeschwerden
  • Konzentrationsbeschwerden
  • Morgensteifigkeit
  • Krämpfe in der Muskulatur
  • trockene Schleimhäute
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • vermehrte Schweißbildung
  • Depressionen
  • Stimmungsschwankungen

Die Beschwerden können schleichend auftreten oder plötzlich ausbrechen, zum Beispiel nach einer Grippeerkrankung. Dabei kann es zu einem Wechsel zwischen schmerzhaften und schmerzfreien Zeiten kommen. Bis zur vollständigen Ausprägung des Krankheitsbildes dauert es circa acht Jahre, sagen Experten. Verschlechterungen stehen oft in Zusammenhang mit Stress, Infekten, Kälte oder Nässe. Das Krankheitsbild beeinträchtigt die Lebensqualität massiv und kann bis zur Arbeitsunfähigkeit führen.

Wie wird die Diagnose Fibromyalgie gestellt?

Eine eindeutige Diagnosestellung ist sehr schwierig, weil die meisten Untersuchungen wie Röntgen oder Blutlaborwerte keine Hilfe sind. Deshalb komme es häufig erst nach zehn Jahren zu der Diagnosestellung, wenn sich das Krankheitsbild voll manifestiert habe, sagen Experten. Bei der Untersuchung werden 18 spezielle Reizpunkte (Tender-Points) an Muskel-Sehnen-Übergängen bestimmter Körperstellen untersucht. Reagieren elf oder mehr dieser Punkte schmerzhaft auf Druck, besteht der Verdacht auf Fibromyalgie.

Die Schmerzen in der Muskulatur müssen über einen Zeitraum von mindestens zwölf Wochen bestehen, um als chronischer Schmerz angesehen zu werden.

Meistens ist die Diagnose Fibromyalgie eine Ausschlussdiagnose, das heißt, die Diagnose wird dann gestellt, wenn alle anderen möglichen Krankheitsbilder abgeklärt und nicht bestätigt sind.
Ähnliche Diagnosen (Differential Diagnosen) können sein:

  • Rheuma
  • Lyme-Borreliose
  • Depression
  • Tendopathien, zum Beispiel aufgrund von Überbelastungen
  • Multiple Sklerose
  • (zu) hohe Trainingsintensität bei Sportlern
  • chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS)
  • Kollagenosen
  • Polyarthrosen/Polyarthritiden

Wie ist die Therapie bei Fibromyalgie?

Da die Ursachen und Wirkungsmechanismen der Fibromyalgie nicht bekannt sind, werden nur die auftretenden Symptome behandelt.
Die wichtigste Maßnahme ist Bewegung. Dabei sollte auf jeden Fall ein Physiotherapeut helfen, um die richtige Dosierung und passende Übungen zu wählen. Gerade zu Beginn der Therapie muss eine langsame Belastungssteigerung erfolgen, um die Muskulatur nicht zu überfordern. Es sollte ein geeignetes Trainingsprogramm, das sowohl Kräftigung, Dehnung als auch Ausdauerbelastung beinhaltet, erstellt werden.

Das Kräftigungstraining und die Dehnübungen sollten zunächst im Rahmen der physiotherapeutischen Behandlungen begonnen werden, später ist auch ein alleiniges Training des Betroffenen möglich. Für das Ausdauertraining eignen sich Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Nordic Walking.

Da häufig bei Stress eine Verschlechterung stattfindet, sollten Betroffene sich Hilfe zur Stressbewältigung und Verringerung suchen. Möglichkeiten sind psychologische Betreuung oder selbst erlernte Entspannungsverfahren, wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson. Besonders geeignet sind Sportarten wie Qui Gong, Tai Chi oder Pilates, da diese Bewegung und Ruhe gleichzeitig vermitteln.

Wichtiger Hinweis: Es muss eine Betreuung durch einen Schmerzarzt erfolgen, damit es nicht zu einer Medikamentenabhängigkeit kommt. Die handelsüblichen Schmerzmittel sollten nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.




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