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Physiotherapie - Alexander-Technik hilft bei:

Alexander-Technik: Übungen zur Verbesserung der Körperhaltung

Stundenlange Sitzungen am Computer mit nach vorne gerecktem Kopf, schiefes Stehen und gebeugtes Gehen: Es gibt unzählige Fehlhaltungen des Körpers, die zu Rückenschmerzen und Muskelverspannungen führen können. Die Alexander-Methode soll helfen, ein neues Körpergefühl zu entwickeln, falsche Bewegungsabläufe bewusst zu unterbinden und durch neue gesunde Haltungsmuster zu ersetzen.

Alexander-Methode – gegen die Macht der Gewohnheit

Alexander-Technik Übungen zur Verbesserung der KörperhaltungHat man sich erst eine falsche, ungesunde Körperhaltung angewöhnt, ist es sehr schwer, diese wieder zu korrigieren. Die Macht der Gewohnheit lässt die Menschen immer wieder in sogenannte Schonhaltungen verfallen. Diese sind zwar vermeintlich bequem, können aber heftige Muskelverspannungen oder Rückenschmerzen zur Folge haben.

Die Alexander-Methode setzt an diesen falschen Bewegungsabläufen an, indem der Alexander-Lehrer dem Schüler oder Patienten die Fehlhaltung bewusst macht. Durch Übungen sollen die Fehlhaltungen Stück für Stück korrigiert und durch neue  Bewegungsmuster ersetzt werden.

Die Alexander-Technik: Körperbewusstsein für Künstler und Jedermann

Besonders bei Schauspielern, Tänzern und Sängern soll die Alexander-Technik verbreitet sein, sie kann aber selbstverständlich von Jedermann erlernt werden. Verspricht sie doch einen bewussteren Umgang mit dem Körper, eine verbesserte Körperhaltung und auch ein gesteigertes Körperbewusstsein. Um dieses zu erlangen, soll der Patient oder Schüler willentlich die alten, ungesunden Abläufe durch neu erlernte, freiere Bewegungen ersetzen. Dazu gehört, die Muskeln willentlich zu entspannen und bewusst zu atmen. Die Hauptsache hierbei ist die Koordination von Kopf, Hals und Rumpf.

Woher kommt die Alexander-Technik?

Der australische Schauspieler Frederick Matthias Alexander (1869 bis 1955) entwickelte die Alexander-Technik zwischen 1888 und 1900. Er selbst litt lange Zeit unter Heiserkeit und Atemschwierigkeiten und kurierte sich mit seiner Methode selbst. Seit 1931 brachte er die von ihm eingeführten Übungen und Atemtechniken seinen Schülern bei, bildete die ersten Lehrer in der Alexander-Technik aus und veröffentlichte vier Lehrbücher zu dem Thema. Die Alexander-Technik gilt als Vorläufer unter anderem des Feldenkrais und Rolfings, zweier anderer Körpertherapie-Methoden.

Die Alexander-Methode – Hilfe bei Schmerzen, Stress und Depressionen

Bei Verspannungen, Stress, Rückenschmerzen, Schulterschmerzen und Kopfschmerzen, die durch Fehlhaltungen verursacht wurden, soll die Alexander-Technik Linderung bringen oder den Schmerz ganz verschwinden lassen. Auch bei chronischen Schmerzen, Depressionen und bei Morbus Parkinson soll die Technik helfen. Studien ergaben, dass sich in Bezug auf Morbus Parkinson ein positiver Effekt zeigte, allerdings kein wissenschaftlicher Nutzen-Nachweis erbringen ließ. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Therapiestunden in der Alexander-Technik nicht.
Ziel der Technik ist es, die Verkrampfungen des Bewegungsapparates zu lösen. Durch die allgemein gelockerte Muskulatur soll sich auch eine positive Auswirkung auf die Psyche ergeben: Körperhaltungen und Gefühle sollen in enger Verbindung stehen.

Wie funktioniert die Alexander-Technik?

Abläufe des täglichen Lebens sollen dem Patienten bewusst gemacht werden. Ungesunde Körperhaltungen sollen aufgelöst und durch gesündere Bewegungen ersetzt werden. Bei der Physiotherapie berührt der Therapeut den Schüler zielgerichtet, um verkrampfte Körperteile aufzuspüren und zu lockern. Diese Berührungen im Rahmen der Alexander-Methode sind wichtig. Wer eine Abneigung dagegen hat, sich von fremden Menschen anfassen zu lassen, für den ist die Alexander-Technik nicht geeignet.

Der Physio-Therapeut, der die Alexander-Methode lehrt, benötigt etwa sechs Sitzungen, um dem Schüler die Übungen zu zeigen und sie mit ihm gemeinsam zu trainieren. Danach können die Übungen oft alleine ausgeführt werden. Die Techniken können in Einzelsitzungen oder auch in der Gruppe erlernt werden.



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